Freitag, 6. Juli 2007

Porträt "Fiffi " Felix Gerritzen

Münster (wl) - Felix Gerritzen wurde am 6. Februar 1927 in Münster geboren. Kindheit und Jugend verbrachte er in Oldenburg, wo er beim dortigen VfL auch seine sportliche Laufbahn begann.
Schon in jungen Jahren nannten ihn alle "Fiffi", weil er unglaublich schnell und artistisch Fußball spielte. Zudem machte er sich als Torjäger einen Namen. So erzielte er für den damaligen Aufsteiger in der Saison 1949/50 in 28 Spielen 14 Treffer. Durch seine herausragenden Leistungen wurde er zum Repräsentativspiel der Nordauswahl gegen den Westen am 14. Mai 1950 in Köln als Rechtsaußen nominiert. Auf ihn aufmerksam wurden aber auch der damalige Bundestrainer Sepp Herberger wurde und der SC Preußen, der ihn wenige Wochen später nach Münster lockte.
Mit dem SCP feierte Fiffi Gerritzen in der Saison 1950/51 den Gewinn der Deutschen Vizemeisterschaft, wobei er im im mit 1:2 verlorenen Finale gegen den 1. FC Kaiserslautern in Berlin die zwischenzeitliche 1:0-Führung erzielte. Ein weiteres persönliches Highlight war der Gewinn des Titels des Torschützenkönigs der Oberliga West in der Saison 1954/55. 23 Treffer erzielte er damals. In die deutsche A-Nationalmannschaft wurde Gerritzen vier Mal berufen; beim 3:2-Sieg in der Schweiz zeichnete er sich als Torschütze aus. Zudem absolvierte er 36 B-Länderspiele. Für Preußen Münster bestritt er in der Zeit von 1950 bis 1958 insgesamt 166 Spiele, in denen er 83 Tore erzielte.
Ausklingen ließ Fiffi Gerritzen seine Karriere beim TuS Saxonia Münster, für den er noch bis 1964 am Ball war. Gerritzen war gelernter Dekorateur und arbeitete viele Jahre als Künstler. Der Vater von sechs Kindern engagierte sich bis zu seinem Tod stark im sozialen Bereich.
Dienstag, 3. Juli 2007 Westfälische Nachrichten

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